Anoushka Shankar

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December 5, 2011
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Anoushka Shankar
Anoushka Shankar © Bernado Doral / Deutsche Grammophon

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In diversen Stilen zuhause

Zumindest wenn man es weiß, sieht man ihnen an, dass Ravi Shankar der Vater von beiden ist: Anoushka Shankar und Norah Jones. Während letztere 1979 in New York zur Welt kam und sich jazzigen Pop-Klängen widmet, wurde Anoushka Shankar knapp zwei Jahre später in London geboren und ging das Wagnis ein, das gleiche Instrument wie ihr berühmter Erzeuger zu spielen.
Bewegte sie sich auf ihren ersten drei Platten noch mehr oder weniger im Bereich der klassischen indischen Musik (darunter die CD „Live at Carnegie Hall“ von 2001, mit der Anoushka Shankar als erste Frau für einen Grammy in der Kategorie Weltmusik nominiert wurde), hat sie seit dem Album „Rise“ von 2005 (nominiert für den Grammy als Best Contemporary World Music Album) zunehmend moderne und internationale Einflüsse in ihre Musik integriert – vom Synthesizer bis zum Didgeridoo. Auf der 2007 veröffentlichten Scheibe „Breathing Under Water“ finden sich illustre Gäste wie Ravi Shankar und Norah Jones und auch Sting, der sich damit für Anoushka Shankars Mitwirkung an seinem Album „Sacred Love“ revanchierte.

Zum ersten Mal hatte Anoushka Shankar die Sitar mit neun in die Hand genommen. Nach vier Jahren Unterricht bei ihrem Vater trat sie mit ihm bereits im Siri Fort von Neu Delhi auf und wenig später sowohl in der New Yorker Carnegie Hall als auch beim Weltmusik-Festival WOMAD. Mit 17 folgte ihre erste CD. In popmusikalische Gefilde wagte sie sich nicht nur in der Zusammenarbeit mit Sting, sondern u.a. auch mit Eric Clapton, Lenny Kravitz und der Thievery Corporation. Sogar auf dem Album „The Imagine Project“ der Jazz-Legende Herbie Hancock ist Anoushka Shankar zu hören. Ebenso wenig fremd ist ihr aber die europäische Klassik. Sie spielte Sitar im Duo mit dem Geiger Joshua Bell und dem Cello-Großmeister Mstislav Rostropovich; den Star-Flötisten Jean-Pierre Rampal begleitete Anoushka Shankar an Sitar und Piano. Im Juli 2010 bestritt sie mit dem London Philharmonic Orchestra die Premiere von Ravi Shankars erster Sinfonie für Sitar und Orchester.

Ihr Album „Traveller“, das auf Anhieb den ersten Platz in den Europäischen Weltmusik-Charts belegte, nahm Anoushka Shankar 2011 mit indischen und spanischen Musikern in Madrid auf, darunter Ravi Shankars langjähriger Tabla-Spieler Tanmoy Bose, der legendäre Flamenco-Gitarrist Pepe Habichuela und die mallorquinische Sängerin Concha Buika, die als Tochter eines Flüchtlings aus Spaniens früherer Kolonie Äquatorial-Guinea eine afrikanische Komponente einbringt. Die CD, für die Anoushka Shankar den überwiegenden Teil der Kompositionen schrieb, macht deutlich, dass die auf den ersten Blick so unterschiedlichen Welten von indischer Musik und Flamenco gar nicht so weit voneinander entfernt sind, denn viele der großen Flamenco-Musiker waren und sind Gitanos, also Roma, und deren Ur-Heimat ist – Indien. Und so meinte Produzent Javier Limón denn auch: „Wenn Anoushka rein indische Musik spielt, klingt das in unseren Ohren wie reiner Flamenco.“

Aber Anoushka Shankar ist nicht nur eine Welt-Musikerin, die sich in diversen Stilen zu Hause fühlt, sondern betätigt sich auch als Schauspielerin und Autorin. Neben einer Ravi Shankar-Biografie schrieb sie auch Beiträge für das indische First City Magazine und wöchentliche Kolumnen für Indiens größte Tageszeitung, die Hindustan Times. Mit ihrem Mann, dem Regisseur Joe Wright, lebt sie sowohl sowohl in England als auch in Indien und den USA. Als echte Weltbürgerin scheint es für Anoushka Shankar weder künstlerische noch geografische Grenzen zu geben.
Author: Wolfgang König

Bio

Geboren am 9. Juni 1981 in London. Seit 2010 ist sie mit dem englischen Filmregisseur Joe Wright verheiratet.

Works

Traveller

Published Audio,
2011
Deutsche Grammophon

Rise

Published Audio,
2010
Angel Records

Breathing Under Water

Published Audio,
2007
Manhattan (EMI). Mit Karsh Kale, Norah Jones, Sting, Ravi Shankar

Live at Carnegie Hall

Published Audio,
2001
Angel Records

Anourag

Published Audio,
2000
Angel Records

Merits

1998
British House of Commons Shield
2003
Woman of the Year (mit Kareena Kapoor, Ritu Beri, und Rhea Pillai), International Women´s Day

Projects

This artist took part in the following project(s) organized/funded by the culturebase.net partner institutions.

Anoushka Shankar

(06 December 11 - 06 December 12)

Www

Artikel im Guardian

Anoushka Shankar: My deep connection with my father. Von Nick Duerden.

Webseite der Künstlerin

Anoushka Shankar auf MySpace