Article
Die Suche nach der eigenen Identität im Sannungsfeld ihrer Heimat Benin in Nigeria, aus der sie mit ihren Eltern als politischer Flüchtling vertrieben wurde und ihrer Wahlheimat Paris, wo sie seit 1984 lebt, steht im Mittelpunkt ihrer tänzerischen und choreografischen Arbeit. In den Grenzbereichen von Bildender Kunst, Improvisation und Körperarbeit siedelt sie ihre tänzerische Auslotung der eigenen - geografisch und kulturell gespaltenen - Persönlichkeit an: "Heute spreche ich Französisch, mit Besuchern spreche ich Englisch, beides sind nicht meine Muttersprachen. Wer bin ich also?"
Zu Sophiatou Kossokos Lehrern gehören Germaine Acogny, Alvin Ailey, Doug Cruchfield und Koffi Kôkô. Mit Germaine Acogny hat sie gerade eine neue Solo-Arbeit "Tchouai" abgeschlossen. Mit dem algerischen Choreografen Heddy Maalem hat sie ein weiteres Solo "Une petite logique des Forces" und das Gruppenstück "Black Spring" erarbeitet. Im Haus der Kulturen der Welt zeigte Sophiatou Kossoko die Performance "Ibi l´ohu" - "Hier und dort", ein Tanz in einem leeren Raum und gleichzeitig ein Spiel mit den vielen Facetten der eigenen Persönlichkeit, die sich materialisieren und dann wieder auflösen.






